Garagentorantriebe für Sektional- und Schwingtore
Garagentorantriebe sind Deckenantriebe für Sektional- und Schwingtore. Sie werden an der Garagendecke montiert und bewegen das Tor über eine Laufschiene. In dieser Kategorie finden sich Komplettantriebe der Tormatic Black-Serie von Novoferm mit 600 und 800 N Zug-/Druckkraft. Bedient werden sie per Handsender, Wandtaster und – je nach Ausstattung – über Zusatzmodule. Passendes Zubehör wie zusätzliche Handsender, Funkempfänger und Sicherheitssensoren ist separat erhältlich. Eine Übersicht aller Tortypen und Antriebsarten bietet die übergeordnete Kategorie Garagentorantriebe.
Tormatic Black 600-II und 800-II im Vergleich
Die Tormatic Black-Serie umfasst zwei Leistungsklassen für unterschiedliche Torgrößen:
- Tormatic Black 600-II: 600 N Zug-/Druckkraft, geeignet für Sektional- und Schwingtore bis ca. 10 m² Torfläche. Schnelllauffunktion bis 24 cm/Sek. Nachfolger des Tormatic Black 600.
- Tormatic Black 800-II: 800 N Zug-/Druckkraft, geeignet für Sektional- und Schwingtore bis ca. 14 m² Torfläche. Schnelllauffunktion bis 24 cm/Sek. Nachfolger des Tormatic Black 800.
Beide Modelle arbeiten mit Zahnriemenantrieb und sind für Sektional- und Schwingtore ausgelegt. Im Lieferumfang sind Antriebseinheit, Laufschiene, Handsender und Montagematerial enthalten. Tormatic ist die Antriebsmarke von Novoferm. Die Black-II-Antriebe sind auf Novoferm-Tore abgestimmt, laut Hersteller aber auch für die Nachrüstung an Toren anderer Fabrikate geeignet.
Kaufberatung: Garagentorantrieb auswählen
- Tortyp prüfen: Garagentorantriebe sind für Sektionaltore (segmentierte Tore, die horizontal unter die Decke fahren) und Schwingtore (einteiliges Tor, das nach oben kippt) geeignet. Für Garagen-Rolltore wird stattdessen ein Rolltorantrieb (Rohrmotor) benötigt.
- Zugkraft nach Torgröße: Die Zugkraft in Newton (N) muss zur Torfläche und zum Torgewicht passen. 600 N reichen für die meisten Einzel-Garagentore bis ca. 10 m². Bei Doppelgaragen oder schweren Toren bis 14 m² ist 800 N die richtige Wahl.
- Laufschienenlänge: Die mitgelieferte Schiene muss lang genug sein, damit das Tor vollständig öffnet. Vor dem Kauf Torhöhe und verfügbare Deckentiefe messen.
- Sicherheitsausstattung: Beide Tormatic-Modelle verfügen über eine integrierte Hinderniserkennung (stoppt und reversiert bei Widerstand) und eine mechanische Notentriegelung per Seilzug. Zusätzliche Lichtschranken können als externer Einklemm-Schutz ergänzt werden.
- Funksystem und Handsender: Die Tormatic Black-II-Serie arbeitet mit 433-MHz-Funk. Je nach Handsender-Serie kommen KeeLoq-Wechselcode bzw. AES-128-verschlüsselte Varianten zum Einsatz. Zusätzliche Handsender und Funkempfänger sind separat erhältlich. Vorhandene Handsender anderer Hersteller lassen sich nur dann weiter nutzen, wenn Frequenz, Codierung und Empfänger zueinander passen.
- Bauliche Voraussetzungen: Ausreichende Deckenhöhe und Sturzraum über dem Tor, seitlicher Platz für die Schienenhalterung sowie ein 230 V-Anschluss in der Garage. Fehlt ein zweiter Zugang, ist eine Außen-Notentriegelung sinnvoll. Der Einbau sollte von einer Fachkraft durchgeführt werden.
Häufige Fragen zu Garagentorantrieben
Garagentorantrieb oder Rolltorantrieb – was brauche ich?
Garagentorantriebe (Deckenantriebe) sind für Sektional- und Schwingtore ausgelegt. Rolltore – bei denen sich Aluminium-Lamellen auf einer Welle aufwickeln – benötigen stattdessen einen Rohrmotor. Mehr zu Rolltorantrieben → Mehr zu den Unterschieden →
Kann ich einen Garagentorantrieb nachrüsten?
In vielen Fällen ja. Voraussetzung ist, dass es sich um ein geeignetes Sektional- oder Schwingtor handelt und das Tor mechanisch einwandfrei läuft. Vor der Nachrüstung sollten Tortyp, Torgröße, Federausgleich, Sturzraum und ein möglicher zweiter Zugang zur Garage geprüft werden.
Reichen 600 N für mein Garagentor?
Für viele Standard-Sektional- und Schwingtore bis ca. 10 m² ist 600 N ausreichend, wenn das Tor leichtgängig ist und der Federausgleich korrekt arbeitet. Bei größeren Toren, höherem Torgewicht oder Unsicherheit bei den technischen Daten ist die 800-N-Variante meist die passendere Wahl. Hilfreich sind Angaben vom Typenschild oder aus den Torunterlagen.