Garagentorantriebe
Garagentorantriebe motorisieren Sektional- und Schwingtore über einen Deckenantrieb mit Führungsschiene. Für aufwickelnde Rolltore werden dagegen Rolltorantriebe als Rohrmotoren direkt in die Wickelwelle eingesetzt. Die Bedienung erfolgt per Handsender, Wandtaster oder Smartphone. Das Sortiment umfasst Garagentorantriebe für Sektional- und Schwingtore, Rolltorantriebe für Rolltore sowie passendes Zubehör wie Handsender, Funkempfänger, Rolltorsteuerungen und Sicherheitssensoren.
Sektionaltore (segmentierte Tore, die horizontal unter die Decke fahren) und Schwingtore (einteiliges Tor, das nach oben kippt) werden mit Deckenantrieben motorisiert. Der Antrieb sitzt an der Garagendecke und bewegt das Tor über eine Führungsschiene. Rolltore (Tor aus Aluminium-Lamellen, das sich auf einer Welle aufrollt) werden mit Rohrmotoren angetrieben, die direkt in die Wickelwelle eingebaut werden und eine integrierte Nothandkurbel für den Stromausfall besitzen.
Garagentorantriebe, Rolltorantriebe und Zubehör im Überblick
Garagentorantriebe (Deckenantriebe) bewegen Sektionaltore und Schwingtore über eine Laufschiene an der Garagendecke. Das Antriebsaggregat wird zentral über dem Tor montiert und zieht oder schiebt das Torblatt über einen Zahnriemen oder eine Kette. Diese Antriebe eignen sich vor allem für private Einzel- und Doppelgaragen mit ausreichender Deckenhöhe. Bei größeren oder schweren Toranlagen sollten Torgröße, Torgewicht und Einsatzbereich separat geprüft werden.
Rolltorantriebe sind Rohrmotoren mit Nothandkurbel-Anschluss, die in die Wickelwelle des Rolltors eingebaut werden. Da kein Deckenlaufwerk benötigt wird, eignen sie sich auch für Garagen mit geringer Deckenhöhe. Im Sortiment finden sich Antriebe von Becker, elero und Somfy mit Drehmoment-Abstufungen von 20 bis 120 Nm.
Das Zubehör für Garagentore umfasst zusätzliche Handsender und Funk-Codetaster, Funkempfänger zum Nachrüsten älterer Antriebe, Rolltorsteuerungen sowie Sicherheitskomponenten wie Lichtschranken und Sicherheitsleisten.
Kaufberatung: Garagentorantrieb auswählen
- Tortyp bestimmen: Sektionaltor oder Schwingtor → Garagentorantrieb (Deckenantrieb). Rolltor (aufwickelnd) → Rolltorantrieb (Rohrmotor).
- Antriebskraft und Torabmessungen: Bei Deckenantrieben auf Zug-/Druckkraft, Torbreite, Torhöhe und Torgewicht achten. Hersteller geben je nach System maximale Torgröße, Torbreite oder Torgewicht an.
- Drehmoment bei Rolltoren: Rolltorantriebe werden nach Drehmoment (Nm) und Schlüsselweite der Wickelwelle ausgewählt. Die erforderliche Motorstärke richtet sich nach dem Gewicht des Torpanzers.
- Funksystem und Handsender: Vorhandene Handsender lassen sich nur weiter nutzen, wenn Frequenz und Codierung zum Antrieb passen. Im Tormatic-/Novoferm-Umfeld kommen je nach Serie unterschiedliche Funkmodule zum Einsatz – Antrieb, Frequenz und Handsender vor dem Kauf abgleichen. Falls keine direkte Kompatibilität besteht, ist ein passender Funkempfänger die einfachste Nachrüstlösung.
- Sicherheit: Garagentorantriebe müssen mit einer Hinderniserkennung (stoppt bei Widerstand automatisch) ausgestattet sein. Für Rolltore empfiehlt sich zusätzlich eine Lichtschranke als Einklemm-Schutz.
- Notbetrieb: Rolltorantriebe besitzen eine Nothandkurbel für den manuellen Betrieb bei Stromausfall. Deckenantriebe verfügen über eine mechanische Notentriegelung per Seilzug.
- Bauliche Voraussetzungen: Vor der Auswahl Deckenhöhe, Sturzraum, seitlichen Platz und den 230 V-Stromanschluss in der Garage prüfen. Fehlt ein zweiter Zugang zur Garage, ist bei Deckenantrieben eine Außen-Notentriegelung sinnvoll. Rolltorantriebe werden in die vorhandene Wickelwelle eingebaut – Rohrmotore mit Nothandkurbel sind in einer eigenen Kategorie zusammengefasst.
Häufige Fragen zu Garagentorantrieben
Was ist der Unterschied zwischen Garagentorantrieb und Rolltorantrieb?
Garagentorantriebe (Deckenantriebe) bewegen Sektional- und Schwingtore über eine Führungsschiene an der Decke. Rolltorantriebe sind Rohrmotoren, die direkt in die Wickelwelle des Rolltors eingebaut werden und keine Laufschiene benötigen. Mehr zu Rolltorantrieben → Welcher Antrieb passt zu meinem Tor? →
Kann ich einen Garagentorantrieb nachrüsten?
In vielen Fällen ja. Entscheidend sind Tortyp, Torgröße, Gewicht und der technische Zustand des Tores. Ein älteres Tor sollte vor der Nachrüstung leichtgängig laufen und korrekt eingestellt sein – schwergängige Tore oder verschlissene Federn müssen zuerst instand gesetzt werden.
Kann ich meinen vorhandenen Handsender weiter nutzen?
Nur wenn Frequenz und Codierung zum Antrieb passen. Alternativ lässt sich ein externer Funkempfänger nachrüsten, an den neue oder vorhandene Handsender angelernt werden können. Funkempfänger im Überblick →
Brauche ich eine Lichtschranke für mein Garagentor?
Für Sektional- und Schwingtore mit Deckenantrieb genügt in der Regel die integrierte Hinderniserkennung. Bei Rolltoren wird eine externe Lichtschranke als zusätzlicher Einklemm-Schutz empfohlen. Sicherheitszubehör im Überblick →