Markisenmotoren
Markisenmotoren sind Rohrmotoren für den Einbau in die Tuchwelle von Gelenkarmmarkisen, Kassettenmarkisen, Senkrechtmarkisen und Wintergartenmarkisen. Im Unterschied zu Rollladenmotoren sind Markisenmotoren für den Betrieb ohne festen Anschlag ausgelegt und verfügen über einen Sanftanschlag, der das Markisentuch beim Einfahren vor Beschädigung schützt. Die Auswahl erfolgt nach Drehmoment (Zugkraft des Motors in Nm), Wellendurchmesser (Außendurchmesser der Tuchwelle) und Endabschaltungstyp. Das Sortiment umfasst Antriebe von Becker, elero und Somfy in verschiedenen Drehmomentstufen und Baugrößen. Eine Übersicht aller Antriebe für Sonnenschutz einschließlich Jalousieantriebe bietet die Kategorie Markisenmotore und Jalousieantriebe.
Die Kategorie ist nach Endabschaltungstyp gegliedert:
Mechanische Markisenmotoren arbeiten mit einer rein mechanischen Endabschaltung (oberer und unterer Anschlagpunkt), die über Einstellstifte am Motorkopf justiert wird. Sie benötigen keine Elektronik und kein Einstellkabel. Diese Antriebe eignen sich für Anwendungen, bei denen die Endlagen selten verändert werden.
Elektronische Markisenmotoren verwenden eine elektronische Endlagenerkennung. Die Endlagen werden per Einstellkabel oder Taster programmiert, was eine präzisere Einstellung ermöglicht. Je nach Serie kommen zusätzliche Funktionen wie Soft-Start/Soft-Stopp (sanftes Anfahren und Abbremsen), Zwischenpositionen oder erweiterte Schutzfunktionen hinzu.
Funk-Markisenmotoren haben einen Funkempfänger bereits integriert. Die Bedienung erfolgt je nach System per Handsender, Wandsender oder über eine passende Steuerungslösung. Funkmotore erleichtern die Nachrüstung passender Wind- und Sonnensensoren, ohne zusätzliche Steuerleitungen verlegen zu müssen.
Kaufberatung: Markisenmotor auswählen
- Drehmomentstufe (Nm): Das erforderliche Drehmoment hängt vor allem von Markisenbreite, Ausfall und Tuchgewicht ab. Der Markisenhersteller gibt die passende Motorklasse in der Einbauanleitung vor. Bei bestehenden Anlagen helfen auch Typenschild oder die Daten des bisher verbauten Motors bei der Auswahl.
- Endabschaltung: Mechanische Endabschaltung wird per Einstellstift justiert – ohne Elektronik. Elektronische Endabschaltung wird per Einstellkabel programmiert und ermöglicht je nach Serie Hinderniserkennung und Zwischenpositionen. Mehr zur Endabschaltung →
- Funk oder kabelgebunden: Funkmotore ermöglichen die Bedienung per Handsender und je nach System die Einbindung passender Wind-/Sonnensensoren. An kabelgebundene Motore können bei Bedarf externe Funkempfänger angeschlossen werden.
- Wellendurchmesser messen: Der Außendurchmesser der vorhandenen Tuchwelle bestimmt den passenden Adapter. Gängig bei Markisen-Nutwellen: Ø 78 und Ø 85. Der Shop-Konfigurator ordnet den Adapter automatisch zu.
- Windschutz einplanen: Ein Windsensor schützt die Markise vor Windschäden – bei Funkmotoren je nach System kabellos nachrüstbar, bei kabelgebundenen Motoren über eine Markisensteuerung mit Sensoreingang.
Häufige Fragen zu Markisenmotoren
Worin unterscheidet sich ein Markisenmotor von einem Rolladenmotor?
Markisenmotore sind für den Betrieb ohne festen Anschlag ausgelegt und verfügen über einen Sanftanschlag, der das Tuch schont. Rollladenmotore arbeiten gegen einen mechanischen Anschlag und sind für Markisen nicht geeignet. Mehr zum Unterschied →
Brauche ich für einen Markisenmotor einen Windsensor?
Ein Windsensor ist bei motorisierten Markisen dringend empfohlen. Er fährt die Markise bei starkem Wind automatisch ein und schützt Tuch und Gelenkarme vor Beschädigung. Mehr zum Windsensor →
Kann ich einen Markisenmotor nachrüsten?
In vielen Fällen ja. Entscheidend sind Markisentyp, Wellendurchmesser, benötigtes Drehmoment, Stromanschluss und die gewünschte Bedienart. Für die Auswahl helfen Herstellerunterlagen, Typenschild oder die Daten des bisher verbauten Motors. Bei Funkmotoren sollte zusätzlich geprüft werden, welches Funksystem für Handsender und Sensoren eingesetzt werden soll.