Markisensteuerungen
Kabelgebundene Markisensteuerungen kombinieren Motorsteuerung mit automatischem Wetterschutz. Die Kernfunktion ist der Windschutz: Ein angeschlossener Windwächter misst permanent die Windgeschwindigkeit und fährt die Markise bei Überschreiten des eingestellten Schwellwerts automatisch in die Schutzposition ein – unabhängig von der manuellen Bedienung. Je nach Modell steht zusätzlich eine Sonnenautomatik zur Verfügung, die die Markise bei starker Sonneneinstrahlung automatisch ausfährt und bei nachlassender Helligkeit wieder einfährt. Mehr zu Windsensoren für Markisen →
Die Sensoren werden an einer wetterexponierten Stelle an der Hausfassade montiert und per Kabel mit dem Steuergerät verbunden. Die Steuerung selbst wird in der Regel im Schaltkasten oder in einer Aufputzdose neben der Markise montiert. Die hier gezeigten kabelgebundenen Steuerungen sind für Standard-Rohrmotoren mit 230 V AC ausgelegt. Für Funk-Markisenmotore gibt es separate Funksensoren, die die Wetterdaten per Funk an den Motor oder die Smart-Home-Zentrale übertragen. Alle kabelgebundenen Steuerungen im Überblick.
Kaufberatung: Markisensteuerung auswählen
- Windschutz: Ein Windwächter ist für ausfahrbare Gelenkarmmarkisen dringend empfohlen. Der Sensor fährt die Markise bei Überschreiten des eingestellten Windwerts automatisch in die Schutzposition und schützt sie vor Windschäden. Viele Markisensteuerungen haben einen integrierten Windwächter-Eingang.
- Sonnenautomatik (optional): Modelle mit Sonnensensor-Eingang fahren die Markise bei Überschreiten eines eingestellten Helligkeitswerts automatisch aus. Bei Unterschreiten des Werts fährt die Markise nach einer Verzögerungszeit wieder ein. Schwellwert und Verzögerung sind am Steuergerät einstellbar.
- Motoranschluss: Kabelgebundene Markisensteuerungen sind für 230 V AC Rohrmotoren ausgelegt. Vor dem Kauf die Anschlussart des Motors und die benötigten Sensoreingänge (Wind, Sonne, Regen) prüfen.
- Sensormontage: Wind- und Sonnensensoren werden an einer wetterexponierten Stelle an der Fassade montiert – nicht windgeschützt oder dauerhaft verschattet, damit Wind- und Helligkeitswerte realistisch erfasst werden. Von dort wird ein Steuerkabel zum Steuergerät verlegt.
- Funk-Alternative: Für kabellose Steuerung mit Wetterautomatik stehen Funk-Markisenmotore mit passenden Funksensoren zur Verfügung. Die Sensorwerte werden per Funk an den Motor oder die Smart-Home-Zentrale übertragen.
Häufige Fragen zu Markisensteuerungen
Brauche ich einen Windwächter für meine Markise?
Für ausfahrbare Gelenkarmmarkisen ist ein Windwächter dringend empfohlen. Ohne Windschutz kann starker Wind die ausgefahrene Markise beschädigen oder aus der Verankerung reißen. Der Windwächter fährt die Markise bei Überschreiten des eingestellten Windwerts automatisch ein – auch wenn niemand zu Hause ist. Mehr zu Windsensoren →
Kann ich eine Markisensteuerung nachrüsten?
In der Regel ja, wenn ein 230 V AC Rohrmotor vorhanden ist und Steuergerät sowie Sensoren sinnvoll verdrahtet werden können. Vor der Nachrüstung Stromversorgung, Sensormontageort und Kabellängen prüfen.