Rollladen-Zeitschaltuhren
Zeitschaltuhren für Rollladenmotore fahren den Rollladen automatisch zu vorprogrammierten Uhrzeiten auf und ab – ohne manuelle Bedienung. Je nach Modell stehen Tagesprogramme, Wochenprogramme mit unterschiedlichen Schaltzeiten für Werktage und Wochenende sowie ein Urlaubsprogramm für die Anwesenheitssimulation zur Verfügung. Modelle mit Astrofunktion passen die Schaltzeiten automatisch an die tatsächlichen Sonnenaufgangs- und Sonnenuntergangszeiten des Standorts an, ohne manuelles Nachstellen bei wechselnden Jahreszeiten. Mehr zur Astrofunktion und Lichtsensor →
Die Montage erfolgt in der vorhandenen Unterputzdose anstelle des bisherigen Rollladenschalters. Modelle mit 55×55-mm-Zentralplatte lassen sich in gängige Schalterprogramme (z. B. Gira, Jung, Berker) integrieren. Einige Zeitschaltuhren bieten zusätzlich einen Sensoreingang für einen externen Lichtsensor, der die Zeitautomatik um eine helligkeitsabhängige Steuerung ergänzt. Für den Einbau und die Verdrahtung wird ein Elektrofachbetrieb empfohlen, da die Steuerleitung unter Netzspannung (230 V AC) steht. Alle kabelgebundenen Steuerungen im Überblick.
Kaufberatung: Zeitschaltuhr auswählen
- Astrofunktion: Zeitschaltuhren mit Astrofunktion ermitteln Sonnenauf- und -untergang anhand von Standort und Datum. Die Schaltzeiten passen sich automatisch an die Jahreszeit an – kein manuelles Nachstellen nötig. Der Standort wird einmalig bei der Ersteinrichtung hinterlegt – je nach Modell über Postleitzahl, Referenzort oder Landeseinstellung.
- Wochenprogramm: Für unterschiedliche Schaltzeiten an Werktagen und Wochenenden ein Modell mit Wochenprogramm wählen. Einfache Modelle bieten nur ein Tagesprogramm mit täglicher Wiederholung.
- Urlaubsprogramm: Die Zufallsfunktion variiert die programmierten Fahrzeiten in einem einstellbaren Zeitfenster und erzeugt so einen bewohnten Eindruck bei Abwesenheit.
- Montage: Die meisten Zeitschaltuhren werden in einer Standard-Unterputzdose (Ø 58 mm) montiert. Bei der Nachrüstung die Einbautiefe der vorhandenen Dose prüfen. Für Montage ohne Dose stehen Aufputzgehäuse als Zubehör bereit.
- Lichtsensor: Einige Modelle bieten einen Sensoreingang für einen externen Lichtsensor. Der Sensor erfasst die Helligkeit und fährt den Rollladen bei Überschreiten des eingestellten Schwellwerts automatisch herunter – ergänzend zu den programmierten Schaltzeiten.
- Mehrere Motore: Eine Zeitschaltuhr steuert in der Regel einen Motor. Für die gemeinsame Steuerung mehrerer Motore wird zusätzlich je ein Trennrelais pro Motor benötigt.
- Gangreserve: Die meisten Zeitschaltuhren speichern bei einem kurzen Stromausfall die programmierten Schaltzeiten und die aktuelle Uhrzeit. Die Dauer der Gangreserve variiert je nach Modell.
- Funk statt Kabel: Für App-Steuerung, Szenarien oder Sprachsteuerung sind Smart-Home-Zentralen mit programmierbaren Zeitplänen die geeignete Alternative zur kabelgebundenen Zeitschaltuhr.
Häufige Fragen zu Zeitschaltuhren
Kann ich einen Lichtsensor an die Zeitschaltuhr anschließen?
Viele Modelle bieten einen Sensoreingang für einen externen Lichtsensor. Der Sensor ergänzt die Zeitautomatik um eine helligkeitsabhängige Steuerung – der Rollladen fährt dann auch tagsüber herunter, wenn die Sonne zu stark auf das Fenster scheint. Mehr zu Astrofunktion und Lichtsensor →
Kann eine Zeitschaltuhr mehrere Rollläden steuern?
Eine Standard-Zeitschaltuhr steuert einen Motor. Für die gleichzeitige Steuerung mehrerer Motore wird pro Motor ein Trennrelais benötigt. Alternativ bieten Zentral- und Gruppensteuerungen eine Lösung für die gebündelte Bedienung.
Kann ich eine Zeitschaltuhr nachrüsten?
In der Regel ja, wenn eine Steuerleitung zum Motor vorhanden ist. Die Zeitschaltuhr wird anstelle des bisherigen Rollladenschalters in die vorhandene Unterputzdose montiert. Vor der Nachrüstung sollte die Einbautiefe der Dose geprüft werden.